Das Hooptal – ein Eldorado für Feuersalamander

Der Feuersalamander (lat. Salamandra salamandra) ist eine Amphibienart, die auch in unserer Region vorkommt. Eine der größten Populationen lebt im Hooptal zwischen Negenborn und Stadtoldendorf. Doch so faszinierend diese Tiere auch sind, so bedroht sind sie mittlerweile. Im Rahmen einer Wanderung durch das Hooptal können Interessierte am Sonntag, den 13. Oktober 2019 viel Wissenswertes über den hiesigen Lebensraum der Amphibien erfahren. Im Hoop leben viele Feuersalamander, die vor allem durch den Straßenverkehr gefährdet sind. Die Wanderung wird durch den Naturpark Solling-Vogler in Kooperation mit dem NABU Holzminden unter der Leitung von Erhard Hartmann angeboten.

Erstmals 1758 wurde der Feuersalamander beschrieben. Typischerweise leben Feuersalamander in größeren Laub- und Mischwaldgebieten mit naturnahen Bachläufen und sind vor allem bei Regenwetter und nachts aktiv. Anders als bei vielen anderen mitteleuropäischen Lurchen werden keine Eier, sondern in der Regel weit entwickelte, kiementragende Larven ins Wasser abgesetzt. Der Feuersalamander war Reptil des Jahres 2016 in Deutschland. Seine Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt nachweislich über 20 Jahre.

Gemäß Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz ist der Feuersalamander in Deutschland besonders geschützt. Dies bedeutet unter anderem, dass die Tiere nicht eingefangen, verletzt oder getötet werden dürfen. In der Fassung von 2009 der „Roten Liste“ der Bundesrepublik Deutschland wird er, nach einer zwischenzeitlichen Einordnung auf der sogenannten Vorwarnliste (1998), zwar als bundesweit derzeit nicht gefährdet bewertet, wird aber als eine Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.

Beitrag: Erwachsene 4,00 €, Kinder 2,00

Treffpunkt: Kreisstraße 71 zwischen Stadtoldendorf und Negenborn an der Brücke über den Forstbach zur Grillhütte „Shilo Ranch“ um 15.00 Uhr

Weitere Infos: Naturpark Solling-Vogler, Tel. 05536 1313, oder Tel. 05032 63238.

Foto: Sebastian Rustenbach