Museum im Backhaus ⎸Hellental (MiB)

Im Dorfzentrum des neuzeitlich entstandenen Glasmacherortes und späteren Waldarbeiter- und Landhandwerkerdorfes Hellental liegt malerisch oberhalb des alten Mühlenteiches das Gemeinde-Backhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert – ein bedeutendes regionalhistorisches Kleinod und authentisches baukulturelles Erbe im Solling. Am authentischen Standort betätigt sich das kleine Regionalmuseum als kulturelle Sehenswürdigkeit in der Glaslandschaft der Solling-Vogler-Region und als archäologisch-historischer Wissensspeicher aktiv an der Erforschung, Dokumentation, Bewahrung und Vermittlung der regionalen Glas- und Backhausgeschichte in den Dauerausstellungen GLAS & GLÄSER │ GETREIDE & BROT – kompakt in zwei Themenräumen.

GLAS & GLÄSER

Kleine Zeitreise durch die spannende Kulturgeschichte des Glasmacherhandwerkes – Exemplarisch veranschaulicht anhand der Sammlung (Formgefäße als Replikate und Originale) vorrömischer, etruskisch-griechisch-römischer, mittelalterlicher, neuzeitlicher sowie moderner Trink- und Schenkgefäße.

Auswahl von Befunden und Funden verschiedener Standorte von Waldglashütten im Umfeld des Hellentals.

Hellental als markanter Ort der Jahrhunderte währenden Glasgeschichte des Sollings – einem Kernraum europäischer Glasherstellung – mit frühesten Zeugnisse des archäologischen Sachguts hoch-/spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Waldglashütten im „Alten Tal der Glasmacher“.

Wanderarbeit von Waldgläsnern prägte einst die mittelalterliche und neuzeitliche Glasherstellung und -bearbeitung im Umfeld des Hellentals.

Rekonstruktion eines relativ kleinen Glashafens (Glasschmelztiegel) einer mittelalterlichen Waldglashütte im Hellental – 12./13. Jahrhundert (um 1200).

Vor dem Hintergrund einer originalgetreuen Nachfertigung des Wanfrieder „Tellers mit dem Falkenmotiv“ von 1605 unterstreicht der besondere Bodenfund polychrom bemalter Werrakeramik mit Ritzdekor auf einer frühneuzeitlichen Glashütte weitläufige Handelsbeziehungen und den Wohlstand eines Hüttenmeisters im Hellental.

GETREIDE & BROT

Im 18. Jahrhundert erlangte auch das Brot als Hauptbestandteil der sich wandelnden Nahrungsgewohnheit eine zentrale Bedeutung in der Ernährung. Lebendiges volkskundliches Zeugnis eines zentralen Dorfbackhauses mit Steinbackofen längst vergangener Zeiten im ehemals braunschweigischen Weserdistrikt – das kulturhistorisch bedeutende Gemeinde-Backhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert und dessen dörfliche Nutzungshistorie, basierend auf der herzoglichen Verordnung von 1744 durch Carl I. im Rahmen des „Fürstlichen Landesausbaus“ im 18. Jahrhundert.

Ergänzende lokale MiB-Aktivitäten: GLAS PLUS – Museum lokal aktiv

Barrierefreiheit
Aufgrund seiner historischen Bausubstanz ist das MiB für mobilitätseingeschränkte Besucher*innen nicht barrierefrei.
Sitzgelegenheiten sind vorhanden.

Trägerschaft
Das historische Fachwerkgebäude ist Eigentum der Gemeinde Heinade.

Eintrittspreise und Führungen
Der Eintritt ist frei. Kostenlose Einzel- und Gruppenführungen. Ganzjährig sind Einzel- oder Gruppenführungen möglich – auf Anfrage bei der Museumsleitung oder bei der Tourist-Info

Verkehrsanbindung
PKW-Anfahrt über Merxhausen, Abfahrt nach Hellental / Ortsmitte mit Dorfteich

Parkmöglichkeiten
Parkplatz beim Landidyll Hotel Lönskrug, etwa 5 Minuten Fußweg.

MiB Museumsleitung
Dr. Klaus A.E. Weber
37627 Heinade-Hellental

Anschrift

Am Teiche 2
37627 Heinade-Hellental

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Öffnungszeiten

April - Oktober: sonntags 14.00 - 17.00 Uhr

Vor- & Nachsaison: Außerhalb der Öffnungszeiten sowie in der Vor- und Nachsaison sind auf Anfrage und nach Vereinbarung ganzjährig möglich:

Übersichtsführungen │ Einzel- und Gruppenführungen │ Buchbare Führungen

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